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Biographie der Konsonauten

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09.05.1985:
Erstes Zusammentreffen von Peter Hoffmann und Georg Berger auf einer Party in Köln Porz-Urbach. Eine lockere Bekanntschaft entsteht. Georg Berger nimmt sein Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Bonn auf. Peter Hoffmann macht zu der Zeit eine Lehre als Bürokaufmann.

Herbst 1985:
Teilnahme von Peter Hoffmann als sporadischer Gast in einem Band-Projekt von Georg Berger, in dem er Bass und Peter Hoffmann Saxophon spielt.



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1986 - 1987:
Aufnahme unregelmäßiger und sporadischer musikalischer Zusammenkünfte zu Hause bei Georg Berger. Georg Berger spielt Gitarre, Bass und Peter Hoffmann wechselt auf das E-Piano. Die ersten Improvisationen entstehen. Aus Mangel an Equipment gibt es nur spärliche Aufnahmen aus dieser Zeit, die auf einem Stereo-Cassettenrecorder erstellt werden. Georg Berger engagiert sich zusätzlich als Bassist in der Bonner Band "Deep George".

Sommer 1987:
erste Mehrspuraufnahmen entstehen mit einem geliehenen Vier-Spur-Cassettenrecorder.

November 1987:
Erwerb eines Fostex 260 Vier-Spur-Cassettenrecorders. Der Grundstein zu regelmäßigen Treffen am Wochenende wird gelegt. Der Fostex 260-Recorder wird zur zentralen Aufnahme-Maschine mit dem der Großteil des Konsonauten-Werks produziert wird.



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Ostern 1988:
Beginn der regelmäßigen musikalischen Zusammenkünfte bei Georg Berger und bei Peter Hoffmann. Erstellung von Improvisationen und ersten richtigen Songs. Zentrale Musikinstrumente in dieser Zeit: Gitarre + Effekte, ein billiger Casio-Spielzeugsampler, Korg Mono/Poly, Roland MT32 und ein geliehender Korg MS 20. Peter Hoffmann besitzt zu der Zeit zwar schon einen Atari 1040 ST nebst Sequencer-Software. Doch die nachhaltige Integration von MIDI-Sequencing in den Produktionsablauf der Konsonauten erfolgt erst ab Ende 1990.

Sommer 1988:
Auf Betreiben von Peter Hoffmann machen sich die Konsonauten Gedanken über ein Album-Konzept. Das Ergebnis soll zu Weihnachten Verwandten und Freunden als Geschenk überreicht werden. Ab diesem Zeitpunkt Arbeit am ersten Album.

Herbst 1988:
Georg Berger arbeitet mit weiteren Kommilitonen an der Produktion einer Multimedia-Performance zu Paul Celans Gedicht "Stimmen", die im Herbst im Bürgerhaus Stollwerck in Köln uraufgeführt wird. Die Bekanntschaft mit den Komponisten Barry Roshto und Johannes Quint geht aus dieser Arbeit hervor.

Dezember 1988:
Kurz zuvor wird dem noch namenlosen Projekt von Peter Hoffmann der Name "Die Konsonauten in der Doppelhaushälfte" verliehen. Zu Weihnachten wird das erste Album CHRISTMAS COMMERCIAL auf einer Audio-Cassette herausgegeben. Die Veröffentlichung begründet gleichzeitig eine Tradition, die bei fast sämtlichen Alben durchgehalten wird: Es existiert jeweils eine Auflage von 30 Exemplaren.

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1989:
Peter Hoffmann beendet seine Lehre als Bürokaufmann und leistet im Anschluss daran seinen Zivildienst ab. Improvisationen und erste Cover-Versionen bzw. eigenwillige Bearbeitungen von Musik-Stilen wie Jazz, Rock, Blues, Bossa Nova oder diverse Formen des Dancefloor entstehen. Das Projekt PRECOCKS entsteht, das im weiteren Verlauf in Teilen Einzug in die nächsten Alben findet. Das akustische Hörstück DER SPIELER nach dem gleichnamigen Roman von Dostojewski entsteht.

Juni 1989:
Die "Stimmen" Performance nach Paul Celan wird in überarbeiteter Form im Rahmen des Akzente-Festivals für neue klassische Musik in der Universität Bonn aufgeführt.

30.06.1989:
Die Konsonauten feiern ihre Bühnen-Premiere bei Udo Werners Talentprobe im Tanzbrunnen in Köln. Man gibt Modern Talkings "Brother Louie" und Mireille Mathieus "Akropolis Adieu" zum Besten. Der Abend wird ein voller Erfolg: Die Konsonauten werden von 7000 Zuschauern schallend ausgepfiffen und der Moderator Udo Werner kommentiert den rein destruktiven Auftritt mit dem Ausspruch, dass er nicht wüßte was das sollte, aber das es sich angehört habe wie ein mittleres Eisenbahnunglück. (Nebenbemerkung: Die Talentproben-Veranstaltung war zu der Zeit ein Event bei dem das Publikum sich lautstark Luft machte mit Sirenen, Gashupen, Trillerpfeifen, etc. wenn ein Interpret nicht gut genug war. Die Atmosphäre während dieser Veranstaltung war deshalb immer entsprechend aufgeheizt. In Kenntnis dieser Umstände traten die Konsonauten mit der Absicht auf um genau diese Reaktionen zu erfahren.)

Bis Anfang Dezember 1989:
Arbeit am zweiten Album CHRISTMAS ATMOSPHERE SURROUNDING SET (C.A.S.S.), das Anfang Dezember herausgegeben wird. Besonderheit: Zusammen mit der Audio-Cassette besteht das Album aus einer Reihe von Gegenständen und einer Bedienungsanleitung, wie mit den Gegenständen beim Hören der Musik umzugehen ist. Im Herbst wird die Band "Deep George", in der Georg Berger den Bass spielt, aufgelöst.

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1990:
Georg Berger zieht mit ehemaligen Mitgliedern von "Deep George" eine neue Band auf die fortan "Alison Paradise" heißt. Das Projekt absolviert einen Auftritt und besteht nur bis zum Herbst, da zunächst die Mitglieder Torsten Meyer und wenige Monate später Michael Schmitz eigene Wege gehen wollen, die schließlich in die Band "The Crack of Doom" einmünden. Peter Hoffmann schreibt sich nach Beendigung seines Zivildienstes als Student der Musikwissenschaft, Romanistik und Kunstgeschichte ebenfalls an der Universität Bonn ein und studiert zusammen mit Georg Berger. Die Konsonauten konzentrieren sich verstärkt auf die Produktion von abgeschlossenen Songs. Improvisationen treten allmählich etwas weiter in den Hintergrund.

29.05.1990:
Die Konsonauten treten mit dem Multimedia-Stück KITCHENS CORNER auf dem Akzente-Festival in der Bonner Universität auf. Das Stück läutet eine neue Phase im Produktionsprozess der Konsonauten ein: Die Erstellung von Arrangements mit Hilfe eines Software-Sequencers. Kitchens Corner wird auf einem Atari 1040 ST, den mittlerweile auch Georg Berger besitzt, zusammen mit Steinbergs Cubase-Sequencer erstellt. Zentrales Musikinstrument: Ein geliehender Roland S 10 Sampler.

Sommer bis Spätherbst 1990:
Arbeit am dritten Album WIR WARTEN..., das ähnlich wie C.A.S.S. einen multimedialen Ansatz verfolgt: Die Produktion eines klingenden Adventskalenders, der aus einem Tonträger und eben dem Kalender besteht. Der Clou daran: Beim Öffnen eines Kalender-Türchens muss dazu das auf der mitgelieferten Cassette korrespondierende Stück gehört werden. Der in Handarbeit gefertigte Kalender wird Ende November veröffentlicht. Auf "Wir warten..." feiert schließlich auch der Akai S 950 Sampler seine Premiere, den sich Georg Berger im September gekauft hatte.



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1991:
Die Restmitglieder von "Alison Paradise" sind das gesamte Jahr auf der Suche nach neuen Bandmitgliedern. Der im Vorjahr gekaufte Akai-Sampler wird im Verlauf der weiteren Arbeit der Konsonauten neben dem Atari/Sequencer zu einem weiteren zentralen Kompositions- und Produktionswerkzeug. Samples der Roland TR 808 Drum-Machine werden in dieser Zeit zu einem Markenzeichen in der Produktion von Pop-Musik, die immer mehr in Richtung Dancefloor geht. Daneben experimentieren die Konsonauten verstärkt mit der graphischen Kompositions-Software "Kandinsky Music Painter" (KMP), die vermehrt ihren Einsatz in den progressiven Werken der Konsonauten finden wird.

27.05.1991:
Erstellung der BESSLER-VARIATIONEN zum Geburtstag von Jeromy Bessler, einem Kommilitonen der Konsonauten. Das Werk existiert nur auf Diskette und enthält eine Reihe von MIDI-Files.

07.06.1991:
Uraufführung der HONEYMOON SUITE, einer Multimedia-Performance, aus Anlass der Hochzeit von Bernd Wrzal, einem ehemaligen Bandkollegen von Georg Berger. Das Stück soll in den nächsten Jahren zum meist aufgeführten Stück der Konsonauten avancieren.

September 1991:
Uraufführung der Performance BERLIN - KÖLN im privaten Rahmen zu Ehren von Georg Bergers Kommilitonin Karina Schäffler.

31.10.1991:
Aufführung der Honeymoon Suite zur Hochzeit von Barry Roshto.

19.11.1991:
Uraufführung der Werke FEEDBACK - EMANZIPATION EINES STÖRGERÄUSCHS I - III und R, S, N, T, L UND DAS E im Rahmen des Akzente-Festivals in der Bonner Universität. Feedback... demonstriert die musikalische Verwertbarkeit von Gitarren-Feedbacks, die in drei Stücken unterschiedliche Kompositionsstufen demonstrieren. Zwei der drei Teilwerke entstehen als reine Tonbandstücke. Der dritte Teil wird live zusammen mit Norbert Opgenoorth, einem Kommilitonen der Konsonauten, performt, der an der Produktion maßgeblich beteiligt ist. Das Feedback- und auch das R,S,N,T, L-Stück nutzen verstärkt die Möglichkeiten des KMP-Programms.

Dezember 1991:
Veröffentlichung des vierten Albums CASSE NOISETTE. Das Album ist ein Hörspiel nach dem Text der Reclam-Ausgabe von E.T.A. Hoffmanns Novelle "Nussknacker und Mausekönig". Neben Eigenkompositionen wird ebenfalls die Musik von Peter Tschaikowskys Nussknacker-Suite auf Casse Noisette eingesetzt, die komplett elektronisch auf einem Yamaha SY 22 Synthesizer nachgespielt und arrangiert wird. Auch dieses Album ist wiederum multimedial angelegt. Außer der Cassette findet sich im Lieferumfang ein Bilderbuch, das Szenen des Hörspiels enthält. Die Bilder werden mit einem Video-Bild-Programm auf dem Atari erstellt und teilweise per Hand nachkoloriert.



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1992:
Die Suche nach neuen Bandmitgliedern in Georgs Band-Projekt hat ein Ende gefunden. Die neue Band "Finnegans Wake" entsteht, die im Herbst des Jahres ihre Premiere feiert. "Finnegans Wake" wird bis 1997 bestehen und achtbare Erfolge im Großraum Bonn feiern mit einer Mischung aus Pop und New Wave. Die musikalische Arbeit der Konsonauten ruht bis zum April und wird im Verlauf des Jahres nur sporadisch wieder aufgenommen, da Georg Berger zu dieser Zeit seine Magisterprüfung ablegt. Peter Hoffmann arbeitet neben dem Studium als Aushilfe beim Bonner Musikverlag Boosey and Hawkes. Im weiteren Verlauf wird Peter Hoffmann eine Festanstellung als Buchhalter dort angeboten, die er schließlich annimmt und infolgedessen sein Studium abbricht. Georg Berger arbeitet nach vergeblichen Bewerbungsversuchen bis 2000 in unterschiedlichen Aushilfsjobs, die immer wieder von Arbeitslosigkeit unterbrochen werden.

Ende April 1992:
Musikalische Auskleidung einer Vernissage der Künstlerin Silke Bergener mit Versatzstücken aus mehreren Improvisationen der Konsonauten. Die Produktion wird stimmlich von Silkes Schwester Anja untermalt, die Mitglied bei "Finnegans Wake" ist.

Sommer 1992:
In der Sendung "Soundfabrik" des Senders WDR 1 (heute EinsLive) wird das Stück KIRKS RACHE ausgestrahlt. Das Stück ist eine Persiflage auf den herrschenden Techno-Boom und enthält O-Ton-Samples aus Folgen der sechziger Jahre Fernseh-Serie "Raumschiff Enterprise".

Dezember 1992:
Die Konsonauten gehen bei der Planung ihres fünften Albums einen umgekehrten Weg. Dieses Mal sollen Musik und weitere akustische Beiträge von anderen für die Konsonauten eingespielt werden. An den ersten beiden Dezember-Wochenenden laden sie sich dazu Freunde, Bekannte und Verwandte in den Proberaum von Georgs Band "Finnegans Wake" ein. Im Rahmen einer vorweihnachtlichen Feier entstehen an diesen beiden Wochenenden unterschiedliche musikalische Beiträge, die im Anschluss von den Konsonauten im Studio nachbearbeitet und arrangiert werden.



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1993:
Im Vergleich zu den Vorjahren entstehen erstmals nur wenige Kompositionen, da man jetzt einerseits planvoller ans Werk geht und andererseits jeder der Konsonauten seinem normalen Tagesjob nachgeht. Bis zum Frühling konzentrieren sich die Konsonauten auf die Bearbeitung der im Dezember entstandenen Aufnahmen. Wenig später legt sich Peter Hoffmann den Ensoniq ASR 10 Sampler zu, der neue und bequemere Möglichkeiten der Musikproduktion eröffnet. Georg Berger zieht im Herbst nach dem Verkauf des Akai S 950 Samplers nach und kauft sich das gleiche Modell. Der Einzug der Ensoniq-Sampler in die Musikproduktion löst ab diesem Zeitpunkt den Fostex 260 Mehrspurrecorder als zentrales Produktionswerkzeug ab.

Januar 1993:
Auf Vermittlung der Künstlerin Silke Bergener erstellen die Konsonauten OPITZ, eine Ambient-Musik für eine Vernissage in der Kunstgewerbe-Galerie Opitz in Köln-Rodenkirchen.

April 1993:
HANGELAR 92 wird veröffentlicht und an alle Beteiligten der zwei Aufnahmesessions im vergangenen Dezember verteilt. Als zusätzliches Gimmick erhält jeder ein Poster, das die Namen aller Beteiligten an dieser Produktion zeigt.

Frühsommer 1993:
Bei einer Vernissage von Silke Bergener in Düsseldorf wird das Stück THE EAGLES VISION uraufgeführt.

November 1993:
Aufführung der Honeymoon Suite zur Hochzeit von Karina Schäffler.

Frühling bis Dezember 1993:
Die Planung für das nächste Konsonauten-Album sieht den Ensoniq-Sampler als zentrales Produktionswerkzeug vor. Sinn und Zweck: Den sachgemäßen Umgang mit dem neuen Instrument zu erlernen. Dazu sichten die Konsonauten ihr bisheriges Gesamtwerk der letzten sechs Jahre und erstellen eine Reihe von Samples daraus. Eine Sammlung von ca. 120 Samples entsteht, die auf Cassette aufgenommen und als KONSONAUTEN SONG CONSTRUCTION KIT (KSCK) verteilt wird. Gleichzeitig dazu fordern sie jeden Empfänger auf, den Konsonauten einen Kompositionsauftrag zu erteilen. Dies geschieht indem sie sich aus der Cassette acht Samples aussuchen, die als Basis für ein neues Stück dienen sollen. Ähnlich wie Hangelar 92 sollen die Ergebnisse im ersten Drittel des nächsten Jahres erstellt werden. Doch die Resonanz auf das KSCK ist mehr als spärlich und Aufträge werden erst nach mehrfachem Nachhaken erteilt.



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1994:
Voller Elan wird die Arbeit an den KSCK-Aufträgen begonnen. Die Arbeit kommt im April zum Erliegen und wird erst wieder im Oktober aufgenommen und schließlich Anfang des nächsten Jahres abgeschlossen.

Sommer 1994:
Aufführung der Honeymoon-Suite in der Bonner Jazzgalerie im Rahmen einer Konzertreihe der Musikerinitiative Bonn.

Spätsommer 1994:
Die Konsonauten erstellen zu drei Schlagerkompositionen des Duos "Joint Venture" entsprechende Arrangements, die von "Finnegans Wake"-Sänger Thomas Linden unter dem Pseudonym Tom Lind interpretiert werden.

Oktober 1994:
Die Konsonauten produzieren einen Remix des Stücks "HOW HOW" von Yello, das als Beitrag zu einem Wettbewerb eingereicht wird.

Dezember 1994:
Auf dem einjährigen Jubiläumskonzert von "Joint Venture" in der Jazzgalerie Bonn, an der Georg Berger mit einer eigenwilligen Interpretation des Joint Venture-Stücks "Der trinkende Philosoph" teilnimmt, werden die zuvor produzierten Schlager-Arrangements erstmals präsentiert. Wenig später arrangieren die Konsonauten ein viertes Stück von Joint Venture mit dem Titel "Karneval".



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1995:
Die Konsonauten konzentrieren sich zu Anfang des Jahres auf die Fertigstellung der noch ausstehenden KSCK-Aufträge. Im weiteren Verlauf des Jahres entstehen vermehrt Produktionen von Dancefloor-Stücken, sowie von höchst eigenwilligen Cover-Versionen.

Februar 1995:
Das kurz zuvor unter Aufsicht der Konsonauten im VBR-Studio (Verein Bonner Rockmusiker) aufgenommene "Karneval"-Arrangement von Joint Venture und den Konsonauten wird auf einem alternativen Karnevalslied-Sampler auf CD veröffentlicht.

März 1995:
Unter dem bezeichnenden Titel DAS VERFLIXTE SIEBTE JAHR werden schließlich die KSCK-Aufträge veröffentlicht. Aufgrund der spärlichen Teilnahme ist die Auflage dieses Albums auf lediglich 14 Exemplare beschränkt.

Dezember 1995:
Geprägt und geschlaucht von der Erfahrung mit "Das verflixte siebte Jahr" wird zu Weihnachten 1995 lediglich eine Maxi-Cassette mit dem Titel APPETIZER veröffentlicht.



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1996:
Die Konsonauten erstellen im Verlauf dieses Jahres ausschließlich Cover-Versionen, die in die Planung eines neuen Albums mit eigenwilligen Interpretationen mehr oder weniger bekannter Lieder einmündet. Georg Berger engagiert sich zusätzlich bei der Laien-Theatergruppe "Wahner Spielleute". Er nimmt sowohl als Schauspieler, als auch als Sound-Designer bei der Produktion des Theater-Stücks "Das kalte Herz" von Wilhelm Hauff teil.

Herbst 1996:
Die Produktion der Cover-Versions-Arrangements ist abgeschlossen. Die Konsonauten laden sich verschiedene Gast-Sänger und -Sängerinnen ein, die die Arrangements stimmlich komplettieren.

Ende November 1996:
Das siebte Album EASY LISTENING wird mit insgesamt 24 Stücken veröffentlicht. Bei der Konzeption des Albums greift man auf altbekanntes zurück: Den klingenden Adventskalender. Wiederum wird ein Adventskalender in Handarbeit angefertigt. Zu jedem Türchen korrespondiert wiederum ein Stück auf der Cassette.



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1997:
Das Jahr verzeichnet einerseits das zehnjährige Bestehen der Konsonauten, aber auch einen herben Einschnitt in der gemeinsamen Arbeit. Peter Hoffmanns Arbeitgeber Boosey and Hawkes verlagert seinen Sitz von Bonn nach Berlin durch die gleichzeitige Übernahme des Verlages Bote & Bock. Peter Hoffmann zieht deshalb im Sommer diesen Jahres nach Berlin um. Gemeinsame musikalische Aktivitäten sind dadurch fast unmöglich, da er nur selten am Wochenende in Köln weilt. Die musikalischen Ergebnisse in diesem Jahr sind deshalb mehr als spärlich und geraten nur fragmentarisch. "Finnegans Wake", die Band in der Georg Berger als Bassist spielt, löst sich Ende des Jahres auf. Wenig später steigt Georg Berger als Bassist bei "The Crack of Doom" ein.



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1998:
Nach etwas mehr als einem halben Jahr kündigt Peter Hoffmann seine Stelle bei Boosey and Hawkes und kehrt aus Berlin wieder zurück. Die Neuaufnahme der gemeinsamen musikalischen Arbeit gerät schleppend und eher unfruchtbar. Eine Regelmäßigkeit der gemeinsamen musikalischen Treffen kann nicht etabliert werden. Recht schnell kommt jedoch bei den Konsonauten der Wunsch auf, das verpasste Jubiläum in diesem Jahr nachzuholen. Um diesen Anlass zu feiern planen die Konsonauten eine Feier, die darüber hinaus aus einem Konzert und einer Ausstellung bestehen soll, die die bisherige gemeinsame Arbeit dokumentieren soll. Da es sich nunmehr um das elfjährige Bestehen der Konsonauten handelt ist der Tag des Konzertes schnell gefunden. Es soll der 11. November sein. Im Laufe des Jahres wählen die Konsonauten Stücke aus, die sie aufführen wollen und die im Anschluss geprobt werden. Einladungen für das Jubiläumskonzert werden verschickt und im Kellergewölbe des Bürgerzentrums Engelshof in Köln Porz-Westhoven finden die Konsonauten die richtige Location für dieses Ereignis. Für die Wahner Spielleute fertigt Georg Berger im Sommer einige Soundscapes zum Stück "Die Welle" von Morton Rhue an, das im Herbst aufgeführt wird.

11.11.1998:
Die Konsonauten feiern ihr elfjähriges Jubiläum mit einem Live-Konzert, das einen Querschnitt aus elf Jahren gemeinsamer Arbeit präsentiert. Gleichzeitig werden mit der Rezitation der Gedichte "Geschrebertes Idyll" von Thomas Kling und "Musikervornamen" von Robert Gernhardt, sowie zwei Live-Improvisationen auch neues Material präsentiert. Das Konzert wird aufgenommen und soll wenig später allen Besuchern als Souvernir überreicht werden. Die Kombination aus Party, Ausstellung und Konzert wird zu einem vollen Erfolg.



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1999:
Zwischen Februar und März wird DIE KONSONAUTEN LIVE IM ENGELSHOF veröffentlicht. Das Live-Album ist nicht nur das achte in der Karriere der Konsonauten. Es markiert auch die Abkehr von der Audio-Cassette hin zur CD. Nach der Veröffentlichung der ersten Konsonauten-CD werden die gemeinsamen musikalischen Treffen wieder auf ein Mindestmaß zurückgeschraubt. Im Sommer verlässt Georg Berger "The Crack of Doom". Ende des Jahres fühlen sich die Konsonauten an ihre alte Tradition erinnert und wollen eine Produktion zu Weihnachten veröffentlichen. Aus Mangel an Zeit und Gelegenheit wird ein einminütiges Weihnachts-Djingle produziert, das nur auf den Anrufbeantwortern der Konsonauten zu hören ist. Dies wird durch das Verschicken von Weihnachtskarten schließlich publik gemacht.



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2000:
Gemeinsame Treffen werden immer seltener zur musikalischen Arbeit genutzt. Es entstehen einige fragmentarische Stücke. Für die Wahner Spielleute erstellt Georg Berger schließlich das Sound-Design zum Theaterstück "Der kleine Muck" von Wilhelm Hauff, das im Sommer aufgeführt wird. Im Herbst beginnt Georg Berger eine Umschulung zum Medieninformatiker.



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2001:
Nach der Sichtung von produziertem Material, das in den letzten fünf Jahren entstanden ist, gehen die Konsonauten an die Planung eines neuen Albums. Da der Großteil der Stücke nur fragmentarisch vorliegt, werden sie vervollständigt. Neue Stücke werden ebenfalls produziert.

10.10.2001:
Das Album 101001 wird auf CD veröffentlicht. Der Albumtitel ist dabei mehrdeutig. Er verweist einerseits auf das Datum der Veröffentlichung und ist gleichzeitig auch die Darstellung binären Codes; ein Seitenhieb auf Georg Bergers Umschulung zum Informatiker. Das Album präsentiert dabei durchweg elektronisch produzierte Musik. Ihm liegt als erstem Album in der Karriere der Konsonauten kein übergeordnetes Konzept zugrunde. 101001 ist das letzte Album der Konsonauten.



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2002:
Die Konsonauten gehen an die Planung einer neuen Produktion. Durch die Umschulung von Georg Berger zum Medieninformatiker, die im März abgeschlossen ist, soll zum ersten Mal eine Multimedia-CD-ROM entstehen, die aus Musik und begleitender Animation besteht. Als Rahmen wird wiederum ein Adventskalender gewählt. Das Projekt wird nach knapp einem halben Jahr begraben. Außer der Planung sind lediglich ein paar wenige Musikstücke entstanden. In zwar weiterhin regelmäßigen Treffen wird immer weniger Musik produziert.

seit 2003:
Gemeinsame Treffen werden überhaupt nicht mehr zur Produktion von Musik genutzt. Im weiteren Verlauf der Jahre reduzieren sich schließlich auch die gemeinsamen Treffen. Das Ende der Konsonauten wird von beiden jedoch nie offiziell ausgesprochen.

Heute:
Die Konsonauten gehen komplett getrennte Wege. Peter Hoffmann ist seit 2005 verheiratet und mittlerweile Vater und Hausmann. Georg Berger ist seit 2005 Gitarrist bei der Gothic-Rock Band "The House of Usher" und hat das Pop-Wave Projekt "Cardillac" zusammen mit Thomas Materna, einem ehemaligen Bandkollegen von "Finnegans Wake", ins Leben gerufen. Seit Ende 2005 arbeitet Georg Berger als Redakteur bei der Musiker-Zeitschrift "Professional audio Magazin".



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